Freiheitlich-demokratische Putschunterstützer
Die FDP-nahe Friedrich-Naumann Stiftung hilft bei der Destabilisierung zentralamerikanischer Regierungen
Tegucigalpa, Managua, Berlin. Die FDP-nahe "Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit" (FNS) ist mit ihrem Engagement für die Putschisten in Honduras ins Licht der deutschen Öffentlichkeit gerückt. Aber sie engagiert sich auch im Nachbarland Nicaragua, wo sie versucht, ihre liberalen Partnerparteien in Stellung gegen Präsident Daniel Ortega zu bringen. Dabei greift die FNS auch auf die Hilfe des als CIA-Agenten bekannten Exil-Kubaners Carlos Alberto Montaner zurück. Ihre Aktivitäten gegen die demokratisch legitimierten Staatsoberhäupter der beiden mittelamerikanischen Ländern sind kompatibel mit den Vorstellungen der US-Neokonservativen. Vor Ort ist der FNS-Vertreter Christian Lüth dafür verantwortlich.
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Seit 1999 lassen die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) nichts unversucht, um die venezolanische Opposition zu pushen und dem Ansehen der bolivarianischen Regierung im Ausland zu schaden. Besonders der KAS-Vertreter in Caracas, Georg Eickhoff, hat sich darauf konzentriert, Chávez und seine Politik mit Hitler und dem Nationalsozialismus zu vergleichen. In Anbetracht der bisher rechtzeitig entdeckten Mordanschläge gegen den Comandante der Bolivarianischen Revolution drängt sich die Frage auf, ob Eickhoff mit seinen Berichten das Terrain für die Tat eines "venezolanischen Stauffenbergs" vorbereiten will. In Bolivien unterstützt die KAS gemeinsam mit der FNS die politischen Kräfte, die aufgrund des Reichtums an Bodenschätzen bestimmte Departements von der Zentralregierung des Präsidenten Evo Morales lösen wollen. Dass dabei Gewalt Mittel der Politik ist, stört die Deutschen anscheinend wenig.
In der Vergangenheit haben sich die progressiven Regierungen der ALBA-Staaten vor den Interventionen seitens der USA geschützt, indem sie die Präsenz des US-Militärs und der US-Geheimdienste auf ein erträgliches Mindestmaß reduziert haben. In Zukunft werden sie dasselbe auch mit deutschen Parteienstiftungen machen müssen.
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