Geschaft! Wir sind in La Paz. Meine Freundin Christiane mein Sohn Otis und ich. Morgen beginnt meine Arbeit zu Alphabetisierung und Postalphabetisierung am Instituto por la Integracion Internacional – Convenio Andres Bello.
Der Weg bis hier her war beschwerlich. Ganz abgesehen von der ganzen Vorbereitung und der Bürokratie in Deutschland, ist eine Reise nach Bolivien sehr teuer und langwierig, denn es gibt keine Direktflüge von Deutschland, bzw. Europa. Zuerst sind wir mit der Bahn nach Frankfurt gefahren, dort mussten wir noch ein paar Stunden warten nachdem uns zuvor wegen einer Verspätung der Bahn schon Angst und Bang wurde, ob wir noch rechtzeitig ankommen. Schließlich sind wir über Nacht mit der brasilianischen TAM nach Sao Paulo geflogen, und von dort am nächsten Morgen weiter nach Asuncion, der Hauptstadt von Paraguay, von wo es nach kurzem Aufenthalt weiter nach Cochabamba in Bolivien ging. Am frühen Nachmittag sind wir dort angekommen, und von Sonnenschein und einer angenehmen Wärme empfangen worden. Anzumerken ist hierbei, dass unser zweijähriger Sohn Otis die lange Reise prima mitgemacht hat!
Auf der Taxifahrt ins Hotel wurden wir uns nach anfänglicher Irritation darüber bewusst, dass hier Karneval ist. Wir wurden ständig mit Wasser bespritzt und mussten eiligst die Fenster schließen. Da waren ganze Lastwagen voll mit Leuten unterwegs, die Wasserbomben geworfen haben.
Wir sind im Hotel Casa Campestre, das uns von Freunden empfohlen wurde eingekehrt. Das war eine gute Akklimatisation; etwas außerhalb der Stadt, mit großem Garten und Spielmöglichkeiten für Otis. Dort wurde uns ein super Buffet geboten, wir hatten Internet und die Atmosphäre war freundlich und hilfsbereit. Allerdings lag das Hotel ziemlich außerhalb. Der Weg zum Hotel führt eine endlose Strecke entlang an Häusern und Straßen die meist noch nicht fertig gebaut und trotzdem schon kaputt wirkten. Die Verhältnisse in Bolivien erfordern schon einiges an Gewöhnung. Am nächsten Tag sind wir ins Stadtzentrum von Cochabmaba gefahren. Auf der Plaza Principal gab es einen Infostand von jungen Aktivisten der Tinku’na, die ein alternatives Zentrum betreiben, wo Besucher kostenlos wohnen und mitarbeiten können.
Doch es fiel uns nicht leicht, sich dort überhaupt erst einmal zurecht zu finden. Es gab einige Besorgungen, die wir machen wollten, und so war der Besuch in der Stadt, einschließlich des Mittagessens ein ziemlicher Stress.
Der Nächste tag war dann sehr Angenehm. Wir sind aus der Stadt heraus gefahren, etwas höher in die Berge und haben dort ein Wäldchen mit einem tollen Wildwasserfluss gesehen. Im Parque Ecológico de Pairumani kann man auch Zelten. Erscheint mir als ein Geheimtip, steht nämlich in keinem Reiseführer (den wir kennen).
Am letzten Tag in Cochabamba sind wir mit der Seilbahn auf den Monte Christo gefahren. Dort steht die angeblich größte Christus Figur der Welt. Sie sieht nicht wirklich sehr schön aus, aber man hat eine großartige Aussicht von dem Berg und für Otis war die Fahrt mit der Seilbahn ein großes Erlebnis und sowohl unten als auch oben auf dem Berg gibt es Spielplätze.
Am Nachmittag darauf sind wir nach La Paz geflogen. Auch mit der TAM, allerdings mit der bolivianischen Transporte Aero Militar. Das klingt sehr martialisch, war jedoch keine Militärmaschine, sondern ein normaler Linienflug.
Fotos, und wie es in La Paz weitergeht in Kürze.
Sunday, March 1, 2009
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